Den neuesten Schrei gibt es auch am Kapitalmarkt
von Thomas Meier und Christos Sitounis
23.01.2025
Wer erinnert sich nicht an die Modesünden seiner Jugend? Schlaghosen, Glencheck-Anzüge, Stone-washed Jeans – die Modewelt ändert sich ständig und man ist stetig auf der Suche nach dem neusten Schrei. Was uns allen im Alltäglichen begegnet, gibt es natürlich auch am Kapitalmarkt. Dabei geht es diesmal nicht um Modethemen im Investmentbereich, sondern um die saisonalen Präferenzen der Investoren bei der strukturellen Aufstellung von Unternehmen. Auch hier gibt es tatsächlich immer wieder wechselnde Vorlieben der Investoren, wenn auch in längeren Zyklen als in der kurzfristigen Modewelt mit dem jeweils neuesten Schrei aus Paris oder Mailand.
So wurden in den 1960er und 1970er Jahren Unternehmen geschätzt, die breit aufgestellt waren und als Konglomerate über ein diversifiziertes Portfolio von Aktivitäten verfügten, um Konjunktur- und Sektorzyklen gut abfedern zu können. Sozusagen eine Vorliebe für Supertanker, die dem Wellengang trotzen können. Ein klassisches Beispiel hierfür war der amerikanische Mischkonzern ITT aus den1960er und 70er Jahren. Neben der Elektronik investierte man in Versicherungen, Hotels, Autovermietungen und Automobilzulieferer, um nur einen Teil der vielfältigen Geschäftsfelder zu nennen.
Erst in den 1980er Jahren begann unter dem Druck der Junkbond–Raider eine zunehmende Fokussierung, wobei eine Vielzahl der Konzerne nach wie vor diversifiziert aufgestellt war. Dazu gehörten auch große Konzerne wie z.B. Siemens in Europa und noch rund um die Jahrtausendwende war General Electric das Unternehmen mit der weltweit größten Marktkapitalisierung. Das Unternehmen bot den Kunden neben Flugzeugturbinen, Haushaltsgeräten und Medien auch Finanzierungen an.
Spätestens seit der globalen Finanzkrise 2008 hat sich der Modegeschmack der Investoren deutlich verändert und im Zeitablauf immer radikaler entwickelt. Der breit aufgestellte Konzern wurde modetechnisch in den Schrank gehängt. Statt Supertanker bevorzugen die Investoren seither Schnellboote. Spin-offs, Spartenverkäufe oder Börsengänge von Unternehmensteilen sind nun der neuste Schrei.
Institutionelle wie auch aktivistische Investoren bevorzugen fokussierte Unternehmen und sprechen diesen eine höhere Bewertung zu. Der allgemeinhin bekannte Konglomeratsabschlag soll dabei langfristig entfallen. Nicht nur Teile von General Electric sind inzwischen an der Börse erfolgreich, auch in Europa findet eine zunehmende Konzentration auf Kerngeschäfte statt. Und nicht nur Siemens spiegelt mit den Börsengängen der Töchter Siemens Energy und Healthineers diesen Trend wider, auch Spin-offs bei Novartis (Sandoz) oder ABB (Accelleron) unterstreichen diese These.
Es ist davon auszugehen, dass dieser „Modetrend“ noch länger anhält und sich auch das Management breit aufgestellter Unternehmen wie Bayer, BASF, DHL oder OC Oerlikon immer wieder kritischen Fragen der Investoren stellen muss. Nur branchenübergreifende Synergien und eine attraktive Bewertung können hier nachhaltig entgegenwirken. Der im Nachgang des Krieges in der Ukraine und den gestiegenen Zinsen zurückhaltende Trend bei Kapitalmarkttransaktionen sollte in einem sich normalisierenden konjunkturellen Umfeld deutlich zunehmen. Neben regional übergreifenden Übernahmen, Akquisitionen und Börsengängen von Private-Equity-Unternehmen dürften auch die Themen Spin-offs und Teilbörsengänge weiterhin im Trend liegen.
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